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Leben in Berlin – Veränderungen, Umzug und noch einer…

Nachdem ich mich letztendlich für eine der seriösen Wohnungen entschieden hatte, ging der Umzug los, doch das war echt nicht so leicht, Ihr solltet alles vorher klären, ob Ihr Pflanzenliebhaber seid, ob Ihr Tiere mitbringt, selbst wenn Ihr Veganer seid – erzählt es bei der Wohnungsbesichtigung, denn ich hatte nachher das Problem, dass einer in meiner WG gegen Pflanzen allergisch war und ich meine geliebten Pflanzen nicht mitnehmen durfte. Im Kühlschrank gab es ein Fach nur für mich alleine und da ich auf meine Ernährung achte, sahen meine Mitbewohner schnell, dass ich Veganer bin und was sag ich euch… der Hohn ließ nicht lange auf sich warten.

Schutz vor Luxussanierungen und Eigentumswechsel?

Da in Berlin die Nachfrage nach Wohnungen immer mehr steigt, haben sich einige Bauherren und auch Wohnungsinhaber dazu entschlossen, ihre Wohnungen zu sanieren und diese dann extrem überteuert anzubieten.

Da die Angebote nach einer Wohnung immer mehr zurückgingen, war jeder, der auf der Suche war dankbar eine Wohnung zu finden und auch bereit diese überteuerten Mieten zu zahlen, doch hier stellte sich schnell heraus, dass sich diese Wohnungen nur noch Menschen leisten konnten, die finanziell etwas besser dastanden als Andere und dies wollte die Stadt Berlin verhindern, denn Menschen, die kein finanzielles Polster hatten, konnten sich keine Wohnung mehr leisten.

Die Lösung hier ist der Milieuschutz, mit diesem konnte die soziale Struktur erhalten bleiben und es wurden nicht reiche und arme Menschen voneinander getrennt.

Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen

…das ist ein lukratives Geschäft für alle Wohnungsinhaber, denn hier wird nur mit den Reichen verdient. Wohnungen, die saniert wurden, werden zu überteuerten Preisen angeboten und sozial schwache Familien müssen sich eine neue Bleibe suchen. Auch in diesem Fall hat die Stadt Berlin nun angefangen, dem einen Riegel vorzuschieben. Dass es auch Stadtbezirke gibt, in denen der Milieuschutz greift… und es werden im Laufe der Zeit immer mehr Gebiete werden…

Für mich war es bei der Suche sehr hilfreich auch eine Wohnung in dem Bereich zu finden, wo der Milieuschutz bereits greift, denn eine Eigentumswohnung oder eine frisch sanierte Wohnung, wo die Preise gestiegen sind, konnte ich mir nicht leisten.

Meine Suche war nach fast zwei Jahren WG Leben endlich erfolgreich. Ich fand eine kleine, bezahlbare und schöne Wohnung und genieße jeden Moment mein Reich. Ich weiß es jetzt wirklich zu schätzen, in meinen eigenen vier Wänden zu leben und keine Rücksicht auf Mitbewohner nehmen zu müssen. Meine erste Maßnahme war, dass ich mir unzählige Pflanzen gekauft habe, denn in meiner eigenen Wohnung hat es keinen interessiert.

Meine liebsten Orte und Cafés zum Arbeiten, Entspannen und Feiern in Berlin

Selbstverständlich bin ich nicht nur nach Berlin gekommen, um zu arbeiten, nein – die Wochenenden sind zum Feiern da und da ist es selbstverständlich, dass ich mich anfangs erst mal auf die Suche gemacht habe nach Cafés und Locations allgemein, die meinen Wünschen entsprechen. Ich musste feststellen, dass Berlin so einige Angebote aufzuweisen hat, ein paar davon, die wie ich finde zu den besten zählen, möchte ich etwas näher beschreiben.

Hierzu gehört beispielsweise das betahaus in Kreuzberg. Hier tummeln sich sehr viele Menschen, denn hierbei handelt es sich um eine Art Café, welches aber schon sehr modern gehalten ist. Im betahaus findet man in der Woche viele Menschen, die studieren oder sich ihre Arbeit mit „nach Hause“ genommen haben, denn im betahaus kann man arbeiten und lernen in schöner Atmosphäre und dazu einen Drink genießen.

Hier braucht man auch keine Angst zu haben, wenn man mal nichts bestellt, der Kellner wird nicht aufdringlich und bittet auch niemanden zu gehen.

Doch auch das Prachtwerk in Neukölln hat mir sehr gut gefallen, denn der Kaffee, den man hier bekommt, ist einzigartig. Hier finden sich allerdings eher Menschen zusammen, die die Kunst lieben, denn das Prachtwerk lebt von seiner Kunst. Ich habe noch viele weitere Locations besucht und muss sagen, egal wo man hingeht, man findet schnell „sein“ Café oder seine Kneipe. Berlin lebt und trifft sich Tag und Nacht und die Menschen heißen einen sehr schnell willkommen und nehmen einen immer direkt in ihre Runde auf.

Wo in Berlin befinden sich die besten Feiermöglichkeiten?

Diese Frage kann ich schnell beantworten, denn sicherlich kommt man auf seine Kosten in Kreuzberg: Hier muss man unbedingt die Schlesische Straße besucht haben. Wer sich auf einen Diskoabend einstellen möchte und feierwütig ist, der sollte ins Watergate oder Lido gehen, hier ist am Wochenende immer richtig was los. Es finden auch unter der Woche regelmäßig Konzerte statt. Auch der Club der Visionäre und der Arena Club sind beide sehr gut besucht. Die Schlesische Straße ist bekannt als Partymeile und da ist es nicht verwunderlich, dass man hier immer mehr Touristen trifft.

Sehr schön ist in Berlin, das man einen Club neben dem Anderen vorfindet und man so die Auswahl gleich Tür an Tür hat. Ich habe mir die Clubs an unterschiedlichen Wochenenden angesehen und bei jedem Besuch neue Leute kennengelernt, mit denen ich mich selbst nach Jahren immer wieder treffe. Die Berliner sind sehr aufgeschlossen und zeigen Neuberlinern, wie mir damals, die guten Clubs sehr bereitwillig.

Selbstverständlich findet man nicht nur gute Clubs in Kreuzberg oder Mitte, auch der Tiergarten oder Moabit hat so einiges zu bieten, wo hingegen ich anfangs etwas zurückhaltend war, was Moabit angeht, da man von diesem Stadtteil nicht nur Gutes gehört hat. Doch mittlerweile bin ich auch gerne in Moabit unterwegs, denn es ist gar nicht so schlimm wie sein Ruf.

Entspannt in Berlin arbeiten, wo kann man hingehen?

Zuhause arbeiten ist meistens nicht so einfach, wie ich feststellen musste, denn man wird ständig abgelenkt oder schafft es einfach nicht, sich so richtig aufzuraffen und da hat mir eine gute Freundin verschiedene Cafés vorgeschlagen, die ich natürlich gleich testen musste und die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Eines der wohl beliebtesten ist das betahaus, wie oben bereits erwähnt, hier trifft man sich und kann in entspannter Atmosphäre arbeiten und gleichzeitig die Seele baumeln lassen. Besonders hat mich jedoch das Agora Collective in Neukölln angesprochen, denn hier fühlt man sich geborgen und ein bisschen wie zuhause. Das Agora Collective verfügt über mehrere Etagen, wobei sich in der unteren Etage ein Café befindet und wenn man sich so umschaut, kann man schöne Apfelbäume entdecken und findet viele Pflanzen vor.

Ich habe mich jedoch auch sehr wohl gefühlt in dem Buchladen Shakespeare & Sons. Der Buchladen befindet sich in Friedrichshain und einen weiteren findet man im Prenzlauer Berg. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit und nachdem man sich ein bisschen unterhalten hat, findet man genug Zeit, um sich seiner eigentlichen Arbeit zu widmen oder einfach nur ein Buch zu lesen. Jedoch muss ich dazu sagen, dieser hübsche kleine Buchladen ist englischsprachig. Des Weiteren bekommt man hier einzigartige Bagels, die wie mir viele Berliner bestätigt haben, wohl die besten Bagels der Stadt sein sollen und ich muss sagen, dem stimme ich uneingeschränkt zu.